Was, wenn nicht der erste Product Carbon Footprint die eigentliche Herausforderung ist – sondern der zweite, dritte und zwanzigste?
Viele Nachhaltigkeitsverantwortliche kennen die Situation: Ein Kunde fragt nach produktbezogenen CO₂e-Daten, der Vertrieb braucht kurzfristig eine belastbare Antwort und bei der nächsten Produktvariante, einem neuen Lieferanten oder veränderten Materialien beginnt die Arbeit von vorn. Was für ein einzelnes Produkt noch gut zu bewältigen ist, wird bei größeren Portfolios und regelmäßigen Aktualisierungen schnell aufwendig.
Viele Unternehmen unterstützen seit Jahren Klimaprojekte. Häufig war dieses Engagement mit der Aussage „klimaneutral“ verbunden. Diese Aussage verschwindet. Aber muss damit auch die Unterstützung der Projekte enden?
Dafür gibt es keinen Grund. Waldaufbau, Biodiversität, sauberes Wasser, Bildung und lokale Wertschöpfung werden nicht weniger wichtig, nur weil sich die Regeln für Klimakommunikation ändern. Und Unternehmen haben weiterhin gute Gründe, sich zu engagieren.
Manchmal passt ein Projekt zum eigenen Produkt, zur Branche oder zur Geschichte des Unternehmens. Manchmal ist es ein Thema, das den Mitarbeitenden besonders wichtig ist. Und manchmal möchte ein Unternehmen einfach eine konkrete Arbeit unterstützen, von der es überzeugt ist. Ein Kalenderverlag kann sich im Waldaufbau wiederfinden, ein Logistikunternehmen in einem Mobilitätsprojekt oder ein Möbelhersteller in der Ausstattung einer Schule.
Nicht jedes Engagement muss gleich aussehen. Aber es sollte einen Grund haben, den das Unternehmen selbst gut erklären kann.
Ab dem 27. September 2026 sind produktbezogene Aussagen wie „klimaneutral durch Kompensation“ nicht mehr zulässig. Klimaprojekte dürfen Unternehmen trotzdem weiterhin unterstützen und darüber sprechen. Der Beitrag muss dabei weder mit dem PCF oder CCF verrechnet noch zwingend an einer bestimmten CO₂e-Menge ausgerichtet werden.
In unserem kostenfreien Webinar beginnen wir deshalb mit dem Warum: Welche Gründe kann ein Unternehmen haben, Klimaprojekte zu unterstützen? Welches Projekt passt wirklich? Und was soll mit dem Beitrag möglich werden?
Anschließend geht es um das Wie. Wir betrachten die Unterstützung über CO₂-Zertifikate und die direkte Förderung konkreter Projektmaßnahmen. Du erfährst, was Standards, Registereinträge und Stilllegungen belegen, welche Nachweise bei einer direkten Unterstützung sinnvoll sind und wo die Grenzen beider Wege liegen.
Konkrete Projektbeispiele und ein digitales Tracking machen verständlich, wie Unternehmen ihr Engagement nachvollziehbar darstellen können – ohne Neutralitätsversprechen, ohne Verrechnung mit den eigenen Emissionen und auch ohne Produktsiegel.
Nach dem Webinar kannst du besser entscheiden, warum dein Unternehmen ein Klimaprojekt unterstützen möchte, welcher Weg dazu passt und wie du verständlich darüber sprichst.
*CERTANIA SUSTAINABILITY vereint die bisherigen Aktivitäten und Kompetenzen von DFGE, NatureOffice und Terra Institute.